Wie Sie Ihr Familienmitglied bestmöglich unterstützen können und gleichzeitig lernen, sich selbst zu stärken.

Die Diagnose Krebs bedeutet einen massiven Einschnitt in unser Leben. Rücksichtslos reißt es Betroffene aus allem bisher Gewohntem und Vertrautem heraus, ohne jegliche Vorwarnung. Doch Krebs betrifft nicht nur die Erkrankten, auch das Leben der Familienmitglieder sowie engen Freunde verändert sich.

Der Umgang mit der neuen Situation ist schwer. Zu Beginn fordert der Körper die gesamte Aufmerksamkeit, aber nur eine Schrittlänge danach folgen die Gedanken und Gefühle…

Möchten Sie Ihre Fragen und Herausforderungen mit einer Psychoonkologin/einem Psychoonkologen besprechen? Wir bieten Ihnen die erste Beratung zum Kennenlernen kostenlos und unverbindlich an. Fragen Sie jetzt an und erhalten Sie einen Termin innerhalb von 7 Tagen!

Häufig aufkommende Fragen nach einer Krebsdiagnose

Bei Krebsbetroffenen tun sich nach und nach Fragen und Abgründe auf: Warum ich? Was habe ich falsch gemacht? Ist das das Ende? Wie lange habe ich noch? Was wird mit meiner Familie? Schaffe ich das alles? Und wenn ja, wie? Eine Flut von Gefühlen wie Ohnmacht, Angst, Ausgeliefertsein, Erschöpfung, Sinnlosigkeit und Trauer überrollt einen. Viele Betroffene wollen ihre Angehörigen nicht mit diesen schweren Themen belasten, sind diese doch meist selber in Not!

Doch wie spricht man als Angehörige/r diese grundlegenden Themen an? Heißt es abwarten, bis der/die Betroffene sich öffnet oder ist ein aktives Ansprechen sinnvoller? Hilft es, wenn man immer positiv denkt oder wie ist das mit dem Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid? Wie häufig soll Mut gemacht werden? Muss man da alleine durch oder ist es sinnvoll sich Unterstützung von außen zu holen?

Helga möchte Ihnen zeigen, dass es nicht nur für Betroffene, sondern auch für Angehörige in diesen herausfordernden Zeiten Unterstützungsmöglichkeiten gibt. Im Kern geht es darum, dass Sie sich als Angehörige/r selbst stärken lernen und neue Kraft und Ideen für den anspruchsvollen Umgang mit betroffenen Familienmitgliedern erhalten. 

Zum Beispiel wie Sie es schaffen können, offen miteinander zu reden und unangenehme Dinge anzusprechen, ohne Betroffene mit Tipps & Ratschlägen zu überrollen. Oder wie der gewohnte Alltag neu organisiert werden kann, sodass Betroffene entlastet werden, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass Entscheidungen plötzlich von anderen getroffen werden. Denn ein wichtiges Kriterium für jeden Menschen mit einer chronischen Erkrankung ist seine Selbstwirksamkeit und Eigenbestimmtheit.

Berichte von Angehörigen

..ich musste feststellen, dass die Ängste, die Sorgen und der Stress immer größer wurden. Wenn ich an Krebs denke, fallen mir sofort Beispiele von Menschen ein, die an Krebs gestorben sind, die viel Leid ertragen mussten. Ich kann an gar nichts Anderes mehr denken und habe Angst, dass es ihm/ihr auch so ergehen wird.

..ich weiß grundsätzlich, dass reden hilft und auch über Krebs reden eventuell helfen würde. Aber ich tu mir schwer die Dinge anzusprechen. Ich habe Angst vor einem offenen Gespräch, denn ich will die/denen Betroffene/n nicht noch mehr belasten.

..die größte Belastung sind die Ungewissheiten. Was wird werden? Wie wird unsere Zukunft aussehen? Wie kann ich damit umgehen? 

Nach der Diagnose steht die bestmögliche medizinische Behandlung im Mittelpunkt. Die emotionale Situation findet nicht gleich die entsprechende Beachtung. Die Ärzteschaft ist damit beschäftigt, eine exakte Diagnose zu stellen, um die bestmögliche medizinische Therapie für die Betroffenen zu bestimmen. Der extreme und existenzielle Umfang einer Krebserkrankung bedarf einer umfassenden Behandlung. Umfassend bedeutet neben der Behandlung des Körpers auch die Verarbeitung von Gedanken und Gefühlen (Körper und Seele) und der offene Austausch mit Familie, Partner*innen, Kindern und Freundeskreis.

Vielleicht haben Sie in diesem Zusammenhang schon einmal etwas von der Psychoonkologie gehört. 

Was bedeutet Psychoonkologie?

Im Mittelpunkt der Psychoonkologie steht der Gedanke, “wie kann Betroffenen und Angehörigen geholfen werden, damit sie mit der seelischen, psychischen und sozialen Belastung einer Krebserkrankung besser umgehen können und wieder mehr Lebensqualität in ihrem Lebensalltag spürbar wird.

Vielleicht kommen Ihnen aber auch folgende Gedanken bekannt vor: “Psychoonkologie, nein Danke! Psycho klingt so, als ob ich ein Problem mit meinem Kopf hätte, das trifft ja wohl nicht zu!” Im Zusammenhang mit Psychologie gibt es viele Klischees und Mythen. Also Geschichten, die man sich erzählt, deren Wahrheitswert jedoch zu hinterfragen ist. Oft gehörte Sätze sind z.B. “Psychologische Beratung ist etwas für Verrückte”, “Psychologen sind Seelenklempner und wollen nur in der Vergangenheit oder gar Kindheit herumwühlen.”

Zusammenhang zwischen Krebs und Psyche

Denn Krebs ist zwar eine körperliche Krankheit, sie betrifft aber den Mensch in seiner Gesamtheit. Betroffene und Angehörige sind gezwungen, sich mit Leid, massiver Belastung, dem Sinn des Lebens und der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Die Krankheit macht uns Menschen verständlicherweise Angst, führt zu Depressionen, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Diese Gefühle beeinträchtigen die Lebensqualität massiv, aber nicht nur das, sie verschlechtern die Bereitschaft Gespräche zu führen, Therapien anzugehen, konsequent zu Ende zu führen und selbstbestimmt wichtige Schritte für die eigene Gesundheit zu gehen. 

Wissenschaftliche Studien bestätigen den Zusammenhang

  1. Eine Literatursichtung von 104 Studien mit mehreren Tausend Patient*innen mit unterschiedlichsten Krebserkrankungen zeigte, dass das Ausmaß der Lebensqualität ein unabhängiger Prädiktor von Überlebenszeit ist. (Tschuschke 2011)
  2. Metaanalyse über 203 wissenschaftliche Arbeiten: Stressmanagement senkt Angst, Depressivität und Müdigkeit und steigert die Lebensqualität von Krebspatient*innen nachhaltig. (Greenlee et al 2014)
  3. Folgewirkungen von Angst – in einer Fallstudie an 40.000 Frauen mit Brustkrebs wurde gezeigt, dass Betroffene mit signifikanten Ängsten im Vergleich zu angstfreien Patient*innen häufiger postoperative Komplikationen erleiden und durchschnittlich 3 Tage länger im Krankenhaus verweilen. (Fox et al 2013)

Es macht also Sinn das Angebot der Psychoonkologie in Erwägung zu ziehen, wenn Angehörige Ängste, Stress, Müdigkeit und Belastungen reduzieren möchten, damit sie im Umgang mit Ihren Lieben wieder neue Energie und Orientierung einbringen können.

Was macht die Psychoonkologin/der Psychoonkologe?

Psychoonkolog*innen haben eine spezielle Ausbildung absolviert, die sie dazu befähigt, Menschen mit einer Krebserkrankung sowie deren Angehörige zu begleiten und zu beraten. Inhalte und Qualität der Ausbildung zur/zum Psychoonkologin/en wird von der Deutschen Krebsgesellschaft überwacht und zertifiziert. Alle Psychoonkolog*innen im Team von Helga verfügen über diese Zusatzausbildung und über mehrjährige Erfahrung in der Beratung von Betroffenen und Angehörigen. 

Wir haben unsere Psychoonkolog*innen gebeten, ganz konkret anzuführen, bei welchen Themen sie Ihnen helfen können. Hier sind die Antworten:

Hier sind die Antworten:

  • Wir helfen Betroffenen und Angehörigen den Schock der Diagnose aufzufangen und Ihre Situation zu stabilisieren, damit Sie den Boden unter den Füßen wieder spüren können.
  • Wir begleiten Sie bei den Entscheidungsfindungen hinsichtlich Ihrer Therapie und wie Sie die Belastungen und Folgen der medikamentösen Therapie in den Griff bekommen können.
  • Wir helfen Ihnen bei Unsicherheiten, z.B. wie mit Kindern über die Erkrankung gesprochen werden soll.
  • Sie erhalten von uns lebenspraktische Anleitungen für Ihren Umgang mit den nächsten Angehörigen (Partner*innen, Kinder), den Freund*innen und den Arbeitskolleg*innen.
  • Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Ängste, anhaltenden Sorgen, Zweifel, Paniken, Ungewissheiten wahrzunehmen, anzunehmen und folglich zu reduzieren.
  • Gemeinsam entwickeln wir Ziele und Aufgaben, die Ihre Motivation und Hoffnung nähren.

Ein Blick in die Zukunft: wie geht das, ein Leben mit der Erfahrung Krebs?

Viele Betroffene und Angehörige lernen neue Seiten an sich kennen. Klar ist, dass wir uns nicht gerne verändern. Vermutlich waren Sie mit Ihrem bisherigen Leben ganz zufrieden. Bis zu dem Zeitpunkt der Diagnose in Ihrer Familie, die einfach alles verändert hat. Nun sind Sie gezwungen, Ihre Lebensthemen – kleine und große Dinge des Lebens – völlig neu zu ordnen. Lohnende Ziele in der Auseinandersetzung mit sich selbst, Ihrem Partner, Ihren Kinder/n und/oder Freund*innen – möglicherweise begleitet von einer/m Psychoonkologin/en – zeigen diese Formulierungen:

  • Ich habe die Angst vor offenen Gesprächen überwunden und wir schaffen es jetzt miteinander zu reden.
  • Meine Ängste und Sorgen werden immer weniger, weil ich weiß, wie ich unterstützen kann. Er/sie bekommt wirklich das Beste und wird entlastet.
  • Der Betroffene hat den Schock der Diagnose überwunden und hat gelernt mit Angst, Trauer, Sorgen oder Verzweiflung besser oder anders umgehen.
  • Der Krebs wurde zwar noch nicht geheilt, aber unsere Seele wurden sehr gestärkt und neuer Lebensmut macht sich in uns breit.
  • Uns ist klarer geworden, was uns wirklich wichtig ist.
  • Uns ist bewusster geworden, wie kostbar das Leben ist.
  • Wir nutzen jetzt jeden Tag, um etwas Sinnvolles zu machen.

Damit dies auch für Sie wirklich werden kann, macht Ihnen Helga ein Angebot, dass Sie vielleicht interessiert:

Wir laden Sie zu einem kostenlosen Beratungsgespräch ein, damit Sie psychoonkologische Begleitung unverbindlich ausprobieren können und damit Sie diese herausfordernden Zeiten gemeinsam mit Ihren Lieben gut meistern.

Gerne können Sie das Gespräch als Angehörige/r allein wahrnehmen. Auf Wunsch bieten wir auch gemeinsame Termine an: für Betroffene und Familienmitglieder. Denn Helga bietet sowohl Einzel- als Gruppengespräche an.

Warum ist die erste Beratung von Helga kostenlos und unverbindlich?

Ganz einfach. Weil die Plattform Helga von Förderern unterstützt wird und wir Ihnen einen einfachen und raschen Zugang zu qualitätsvoller seelischer Unterstützung zur Verfügung stellen wollen.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, selbst auszuprobieren, wie Ihnen psychoonkologische Beratung auf Ihren Weg und mit all Ihren Herausforderungen wie den Ängsten, Schmerzen und Sorgen helfen kann.

Falls Sie sich mit Ihrer/m Helga Psychoonkologin/en gut verstehen und spüren, dass Ihnen diese Wegbegleitung guttut, dann können Sie jederzeit einen weiteren Termin vereinbaren. Folgeberatungen werden kostengünstig angeboten.

Also, überzeugen Sie sich selbst und starten Sie mit einer unverbindlichen, kostenlosen Erstberatung! Klicken Sie dazu auf den orangen Button und füllen Sie das Formular auf der nächsten Seite aus. Wir melden uns dann telefonisch bei Ihnen, informieren Sie über alle Details und beantworten offene Fragen.

Erfahrungsberichte von Angehörigen

Helga ist mir eine sehr gute und wichtige Stütze. Ich kann mit meiner Psychoonkologin alles besprechen, bekomme sehr hilfreiche Anregungen und fühle mich dadurch sicherer in meinem Verhalten gegenüber der kranken Tochter

“Im Frühjahr 2020 ist unsere Tochter im Alter von 30 Jahren an Unterleibskrebs erkrankt. Die Diagnose kam völlig überraschend und hat uns alle sehr verängstigt und verunsichert. Nach OP und Chemotherapie ist die Prognose nun durchaus positiv, doch die körperlichen Einschränkungen und psychischen Belastungen wiegen schwer. Ich als Mutter möchte helfen und verstehen. Die Tochter ist ein selbstständiger Mensch; sie ist es gewohnt, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Zuerst dachte ich, wir kriegen das schon hin und die Spannungen werden besser, doch dem war nicht so. Es wurde klar, auch die Familie und ich brauchen Unterstützung. Doch wo? Und in der Corona-Zeit? In dieser Situation kam ich auf die Website von Helga und empfand das Angebot der psycho-onkologischen Unterstützung (auch für Angehörige!) gleich als sehr ansprechend.

Bedenken zu der Video-Sprechstunde hatte ich keine. Ich fand es sogar erleichternd.  Die Treffen sind sehr gut und organisiert. An die Online-Situation habe ich mich schnell gewöhnt. Und wenn es Verbindungsstörungen gibt, hat meine Beraterin gleich eine Lösung.

Ich fühle mich sehr gut verstanden mit all den Problemen, Ungereimtheiten und Sorgen. Meine Psychoonkologin von Helga ist mir eine sehr gute und wichtige Stütze. Ich kann mit ihr alles besprechen, bekomme sehr hilfreiche Anregungen und fühle mich dadurch sicherer in meinem Verhalten gegenüber der kranken Tochter, was uns allen sehr guttut.

Jederzeit würde ich Helga weiterempfehlen. Es ist eine wirklich unkomplizierte und sehr hilfreiche Begleitung – auch für Angehörige. 

Danke dafür!

Eva, Januar 2021

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